La Gomera 2006
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1.Tag (04.03.2006 Ankunft):
Nach einer kurzen Nacht in Dresden sind wir pünktlich am Flughafen. Mit einer Stunde Verspätung wegen Schneeglätte landen wir in Teneriffa Süd. Weiter gehts
es dann per Bus zu Hafen von Los Cristianos. Nachdem wir uns uns dort ausgiebig die Beine vertreten, geht es per Fähre nach San Sebastinan de La Gomera.
Dort steht wieder ein Bus für uns bereit, der uns auf die andere, die Westseite, der Insel bringt. Während der Fahrt bekommen wir schon einen ersten
Eindruck von der Insel. Die kurvenreiche Strecke führt uns zuerst auf das Hochplateau, dann durch den Regenwald und dann wieder hinunter in das Valle Gran
Rey, das Tal des großen Königs.
Nachdem unser Bus an vielen Unterkünften gehalten hat, dürfen auch wir unser Gepäck in Empfang nehmen und unser Zimmer beziehen. Die Rezeption ist deutsch
sprachig besetzt, für unseren übernächtigten Zustand nicht das schlechteste.
Wir sind Selbstversorger und schnell haben wir einen Supermarkt um die Ecke ausfindig gemacht, der frisches Brot backt. Die Auswahl an Lebensmitteln ist zwar
nicht so reichlich wie im Lidl daheim, aber leckere Sachen gibts dort auch.
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2.Tag (05.03.2006):
Nachdem wir am nächsten Morgen halbwegs wach waren, gab es Frühstück auf unserer Terasse. Wir hatten zwar keinen Blick auf's Meer, aber wenigstens auch keinen
auf die Baustelle, die sich an der anderen Seite des Hotels befand.
Dann ging es auf zur ersten Entdeckungstour. Nur ein paar Schritte entfernt war der Playa del Ingles. Wie alle anderen Strände auf Gomera ist auch er im Winter
und im Frühjahr ein Steinstrand. Der Sand wird erst im Sommer und Herbst vom Wasser angespült und ermöglicht auf der gesamten Insel einfacheres Bades. Warum der
Playa de Ingles hingegen Playa de Ingles heißt, konnte uns allerdings niemand beantworten. Ich glaube da waren nur Deutsche.
Baden waren wir auch dort nicht, es stand dort auch ein großes Schild, was davor gewarnt hat, die Strömung ist dort recht stark.
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3.Tag (06.03.2006):
Frohen Mutes haben wir uns am nächsten Morgen auf den Weg zu einer der recht häufigen Ausleihstation von Zweirädern gemacht. Wir wollten mit dem
Scooter die Insel erkunden. Aufgrund unserer mangelnden Zweiraderfahrung hat man uns aber davon abgeraten. Wir haben dann auch den weisen Ratschlag
befolgt und beschlossen, uns in den nächsten Tag ein kleines Auto auszuleihen.
Wir haben dann anschließend das Hafengebiet von Valle Gran Rey erkundet und uns dann zur Erholung in ein kleines Café mit Superblick auf den Strand
- und damit auf die Wellen - gesetzt.
Wieder zurück in unserer Unterkunft haben wir es dann mit einem Ausflug an den hauseigenen Pool versucht. Allerdings war es uns dort ein wenig sehr
windig, so dass wir uns mir unseren Krimis auf unseren Balkon verzogen haben - der war vor Wind geschützt und Sonne hatte der auch.
Abends wollten wir dann dem Italiener um die Ecke einen Besuch abstatten, aber der hatte Ruhetag. Stattdessen haben wir dann den wundervollen
Sonnenuntergang genossen.
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4.Tag (07.03.2006):
Nachdem wir mit dem Scooter am Tag zuvor weniger Glück hatten, ging es am nächsten Morgen - na gut Vormittag - frohen Mutes in den Hafen von Valle
Gran Rey. Von dort aus gibt es Fähren über Playa Santiago im Süden der Insel und über San Sebastian de La Gomera bis nach Los Cristinos auf
Teneriffa. Nach ca. 45 Minuten waren wir in San Sebastian, allerdings waren wir während der Fahrt unter Deck und da die Fenster nicht gerade vor Sauberkeit
glänzten, gab es nicht so viel zu sehen.
Nachdem wir von einer kleinen Bucht ganz in der Nähe des Hafens den Blick auf den Atlantik und auf Teneriffa genossen hatten, ging es nun daran,
San Sebastian zu entdecken. Es gibt dort sogar eine richtige Fußgängerzone mit vielen Cafés und sogar einen ordentlichen Supermarkt hatten die dort.
Man stelle sich vor, die Bewohner von Valle Gran Rey fahren extra rüber nach San Sebastian, um dort so richtig im Supermarkt einzukaufen. Nachdem wir
uns mit gekühlten Getränken versorgt hatten, haben wir im Parque de la Torre del Conde Siesta gehalten. Der Rasen dort war super weich, Alex wollte dort
gar nicht wieder weg bzw. mit seinem Zelt wiederkommen.
Auch hier geht es kurz hinter der Stadt sofort bergauf, ja selbst in der Stadt sind wir die eine oder andere Stufe hochgeklettert.
Nachdem wir die Stadt erkundet hatte, haben wir uns nochmal in die anfangs bereits erwähnte Bucht begeben, denn dort war ein Café. Der Kaffee dort war nicht
nach Alex Geschmack und ich habe auch ein paar Anläufe gebraucht, um den Kellner beizubringe, dass ich gerne einen Orangensaft haben möchte. Gegen 15:15 Uhr
ging es dann wieder zurück nach Valle Gran Rey. Die Scheiben waren in der Zwischenzeit nicht geputzt worden, so dass die Aussicht nicht besser wurde.
Zurück im Hotel haben wir dann für den kommenden Tag ein Auto bestellt, um die Insel noch ein wenig besser kennenzulernen. War natürlich alles kein Problem.
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5.Tag (08.03.2006):
An das Auto dann tatsächlich zu kommen, war dann am nächsten Morgen gar nicht so einfach. Alex ist 2mal erfolglos zur Rezeption geklaufen und dann mußten
wir nochmal weitere 10 Minuten auf die Ankunft von Auto und Schlüssel warten. Aber wir waren ja nicht in Eile.
Unser erstes Ziel war natürlich der Alto de Garajonay, höchste Erhebung der Insel. Wir sind zur sogenannten Laguna Grande gefahren und haben uns von
dort auf den Weg gemacht. Irgendwie sah es so aus wie in deutschen Wäldern - zumindest für Laien wie uns - allerdingsmit dem großen Unterschied, daß
unsere Bäume Anfang März alles andere als grün sind. Wir waren bei weitem nicht die einzigen Wanderer, aber ich glaube wir sahen ohne Wanderstöcke und
vor allem ohne Wanderschuhe recht uncool aus. Außerdem hatten wir bloss eine Tasche und haben dadurch ganz schön den Gepäckdurchschnitt gesenkt.
Oben auf dem Berg angekommen, mußten wir feststellen, dass es auch frische Ecken auf Gomera gibt. Dort oben wehte eine steife Briese. Dazu kam, dass
uns der Eindruck nicht getäuscht hatte und der Ausblick recht bescheiden war. Es war recht wolkenverhangen und irgendwie diesig. Da die Wolken sich nicht
vertreiben lassen wollten, sind wir wieder zurück zum Ausgangspunkt unserer Wanderung gelaufen. Wie vorhergesagt waren wir ca. 3 Stunden unterwegs und
hatten 15km hinter uns gebracht. Auf dem Weg zurück haben wir allerdings noch schnellere und kürzere Wege zum Ziel gefunden.
Weiter ging es dann Richtung Norden der Insel. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, Los Organos, also die Orgeln, zu besuchen. Nach einer wieder recht kurven
reichen Strecke haben wir in Vallehermoso Station gemacht und uns erstmal etwas kühles zu trinken besorgt. Von dort ging es weiter zum Strand.
Vallehermoso war, mit der einst größten Bananenverladestation der Insel ausgestattet, einst eine wichtige Stadt der Insel. Die Bananenverladestation - spanisch für Hafen - ist allerdings bei einem Sturm in den
60er Jahren des letzten Jahrhunderts zerstört worden und ist in der Form nicht wieder aufgebaut worden. Ein deutscher Fotograph hat die alten Gemäuer vor
vielen Jahren gekauft und mit viel Liebe und wahrscheinlich noch mehr Geld und Geduld wieder aufgebaut. Entstanden ist die sogenannte Villa del Mar, eine
Gaststätte, die gleichzeitig Künstlern eine Plattform für Auftritte bietet. Bei guten Wetter sieht man von hier aus Teneriffa und La Palma, uns war dieses
Glück leider nicht beschert.
Los Organos haben wir leider nicht gesehen, da kommt man nur mit dem Boot hin, aber ich weiß dank einer Postkarte jetzt wenigestens, wie diese aussehen.
Abends sind wir dann geschafft vom Wandern und der vielen Sonne in die Betten gefallen, allerdings nicht ohne das Auto um einen Tag zu verlängern.
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6.Tag (09.03.2006):
Am nächsten Tag wollten wir nun in den Süden der Insel. Obwohl unser Zielort, La Dama, nur ein Tal weiter lag, mußten wir uns wieder erst über zahlreiche
Kurven nach oben arbeiten. Zum Glück hatten wir ja ein gutes Auto - einen C3. Den Ort haben wir dann recht bald schon sehen können, allerdings hat es
bis zu unserer Ankunft noch eine ganze Weile gedauert. La Dama ist ein wichtiger Anbauort von Bananen und anderem Obst sowie von Gemüse. Allerdings machen
die zugedeckten Bananenstauden nicht gerade einen einladenden Eindruck. Dazu kam, dass der Ort irgendwie nicht wirklich belebt wirkte. Niemand war auf
der Straße, nicht einmal andere Touris, die einem ja sonst sofort durch ein recht neues aber kleines Auto (mehr brauchte man erstens nicht und zweitens
wäre alles größer als Polo-Klasse eher hinderlich bei der Straßenführung gewesen) und durch recht vorsichtige Fahrweise auffielen. Der Konsum (Supermarkt
konnte man dazu bei aller Liebe nicht sagen) des Ortes wurde von einem Herrn geführt, der wahrscheinlich in Deutschland schon längst in Rente geschickt worden wäre.
Leider mangelte es uns ein wenig ein fundierten Spanisch-kenntnissen, sonst hätte er uns sicher die eine oder andere Geschichte erzählt.
Nachdem Alex bisher auf dem Fahrersitz gesessen hatte, musste ich nun ran. Ich war ja wegen der vielen Kurven ein wenig skeptisch, geb ich ja zu, aber das Fahren
hat wirklich Spaß gemacht.
Zum Auftanken unserer Akkus - sprich was essen & trinken - haben wir Halt am Mirardor de Igualero gemacht. Von dort ging es nochmal gen Norden der Insel, diesmal
haben wir uns aber etwas östlicher gehalten. Es war wirklich ein beeindruckendes Naturschauspiel. Trotz der Wärme hatte sich Nebel gebildet, der immer
weiter in das Tal zog. Wir sind faktisch oben eingetaucht und dann irgendwann unten wieder rausgekommen. In Agulo selbst war es dann, weil die Sonne nicht
schient, recht ungemütlich. Wir hatten überlegt, zum nahegelegenen Playa de Santa Catalina zu fahren, haben es dann aber wegen zweifelhafter Straßen
zustände sein lassen. Man stelle sich vor, man fährt dort an eine Baustelle heran und dort verspricht ein Schild auf deutscher Sprache, dass die Straße nach
etwa 700m wieder besser wird. Wie gesagt, da die besagten 700m zweifelhaftes Gelände waren, haben wir es lieber sein lassen und uns stattdessen einen anderen
Strand gesucht.
Da sich die Wolken immer weiter in Tal verzogen haben, wurde auf der Rückfahrt gen Südwesten von uns beschlossen, nochmal auf den Alto de Garajonay zu
steigen - in der Hoffung nach schönen Bildern. Einen kürzeren Aufstieg hatten wir ja entdeckt.
Keine Ahnung, wie lange wir nach oben gebraucht haben, vielleicht 20 min. Aber es hat sich wirklich gelohnt, wie die Bilder zeigen. Allerdings war es
trotz allem recht frisch, so dass wir uns recht schnell wieder an den Abstieg gemacht haben.
Abends waren wir dann noch bei dem Italier, der uns am Montag so böse im Stich gelassen hatte. Mit der Kommunikation hat es anfangs allerdings nicht so
gut geklappt, da ich davon ausgegangen bin, dass ich in einem italienischen Restaurant auch Italienisch reden kann. Aber nachdem wir uns dann auf das
Englische geeinigt hatten, klappte es ganz gut.
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7.Tag (10.03.2006):
Am Freitag hieß es dann schon wieder Abschied nehmen. Durch unseren Rückflug noch vor 10 Uhr am Samstag morgen mussten wir schon am Freitag unser
Hotel verlassen, die letzte Nacht sollten wir auf Teneriffa verbringen.
Nachdem unsere Sachen gepackt waren, wollten wir noch ein wenig die Sonne genießen und haben uns an den Pool gelegt. Da es der Wind mit uns an dem
Tag ganz gut meinte, haben wir es dort auch 2 Stunden ausgehalten.
Punkt 14 Uhr wurden wir dann von einem Minibus abgeholt, der uns wieder nach San Sebastian bringen sollte. Noch einmal kamen wir in den Genuß die Schönheit
der Insel zu bewundern. In San Sebastian angekommen, ging es nochmal in "unseren Park". Wie man unschwer auf den Fotos erkennen kann, wehte der Wind auch
recht heftig, aber die Sicht war wirklich gut.
Untergebracht waren wir für diese Nacht im Parque Santiago 3. Insgesamt gibt es 5 dieser Anlage. Wirklich riesige Dinger mit mehreren Pools und unzähligen
Sonnenliegen. Gut, die Einrichtung des Zimmers und die Ausstattung der Küche war besser als in unserer Unterkunft, aber tauschen hätten wir nicht wollen.
Direkt unter dem Hotel war ein großes Shoppingcenter natürlich inclusive Supermarkt. Da das gesamte Parque Santiago eine Apartmentanlage ist, werden die alle
gute Umsätze verzeichnen können. Beim Strandspaziergang sind wir dann an einem Riesenhotel nach dem anderen vorbeigelaufen. Alles in allem nicht nach
unserem Geschmack, aber gut zu wissen, was es auch gibt....
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8.Tag (11.03.2003):
Der Bus sollte uns um 6:55 Uhr GMT abholen, also hieß es früh aufstehen.
Beim Check-Out gab es dann noch eine DVD über das Hotel und Teneriffa. Wer sich das gute Stück mal ausleihen will, weiss ja, wie er uns
erreichen kann. Im Bus meinte dann Alex "We are dropping the average age". Nicht wenige von unseren Mitreisenden hatten noch weniger
Arbeitsjahre vor sich als wir hinter uns.
Aber wir sind gut wieder in Dresden gelandet. Nach einer Woche 20 Grad und Sonnenschein war zwar der Schnee und insbesondere der einsetzende
Schneesturm ein kleiner Schock, aber naja. La Gomera ist sicher eine Reise wert und wer Angst hat vor Fremdsprachen ist in Valle Gran Rey gut
aufgehoben. Nicht selten gab es dort Deutsch-Muttersprachler. Kartenmaterial usw. können wir bei Interesse auch zur Verfügung stellen.
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